Angesichts hoher Inflation will die US-Notenbank Fed rasch die Zinswende einleiten und danach die aufgeblähte Bilanz eindampfen. An den Börsen kommt das Fed-Statement nicht gut an.

Die Fed erklärte am 26. Januar 2022 nach der geldpolitischen Sitzung, eine Erhöhung der Zinsen sei bald angebracht. Laut Notenbankchef Jerome Powell stehen die Währungshüter für eine Straffung im März bereit, wenn es die Bedingungen erfordern. Weitere Anhebungen im Laufe des Jahres dürften folgen. Es gebe "ziemlich viel Spielraum" zur Straffung, ohne die Erholung am Arbeitsmarkt zu gefährden. Einstweilen beließ die Fed den Schlüsselsatz noch in der Spanne von null bis 0,25 Prozent.

Zugleich will sie Anfang März den Zukauf von Wertpapieren beenden. Dies gilt als Voraussetzung für eine Zinserhöhung. Die Fed könnte den geldpolitischen Schlüsselsatz nach Ansicht vieler Ökonomen im März um einen Viertel Prozentpunkt anheben. Doch sollte die Teuerung vorerst weiter anziehen, schließen manche Analysten auch eine Erhöhung um einen halben Punkt nicht aus: Dies wäre für die Fed ein sehr ungewöhnlicher Schritt, den es zuletzt im Mai 2000 gab.

Die Fed sieht sich mit dem stärksten Inflationsdruck seit Anfang der 80er Jahre konfrontiert. Die Teuerungsrate ist mit zuletzt 7,0 Prozent sehr weit über das Ziel der Notenbank von 2,0 Prozent hinausgeschossen. Aus der Corona-Krise resultierende Materialengpässe und hohe Energiekosten treiben das Preisniveau nach oben. "Alles dreht sich um den Kampf gegen die Inflation und die Fed muss sich ins Zeug legen.

Powell bleibt vage

Die Fed will überdies ihre in der Krise auf fast neun Billionen Dollar aufgeblähte Bilanz abschmelzen. Dies bedeutet, dass die Notenbank den Finanzmärkten Liquidität entziehen wird. Eine Zäsur nach der Geldschwemme - dem Lebenselixier der Finanzmärkte in Zeiten der Virus-Krise. Einen prinzipiell ausgearbeiteten Plan für eine "beträchtliche Reduzierung" haben die Währungshüter demnach bereits in der Schublade. Laut Powell wird die Fed aber wohl noch mindestens zwei weitere Zinssitzungen benötigen, um die Pläne im Detail auszuarbeiten. Prinzipiell solle der Leitzins das "aktive Element" der Geldpolitik sein und der geplante Bilanzabbau eher "im Hintergrund" laufen, betonte Powell.

Quelle: cash.ch

Das sagen die Finanzierungsexperten von Oxifina

Wie wir bereits am 11. Januar berichtet haben, ist ein höheres Zinsniveau nur eine Frage der Zeit. Wünschen wir uns nicht alle, dass wir aus dieser verkehrten Welt der Negativzinsen herauskommen und in die Normalität von Zinsen über null Prozent kommen?

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