Es ist kein Strohfeuer, die Zinsen werden nicht mehr auf das Tiefzinsniveau zurückkehren. Wieso dies so ist und was wir empfehlen.
Noch vor wenigen Monaten konnte eine 10-jährige Festzinshypothek zu 1% abgeschlossen werden. Immobilienbesitzer waren erfreut. So brachte eine Hypothek von CHF 1'000'000 gerade mal Zinskosten von CHF 10'000 pro Jahr oder CHF 833 pro Monat mit sich.
Fast in Lichtgeschwindigkeit hat sich die Situation auf dem Hypothekarmarkt innert kurzer Zeit komplett verändert. Die gleiche Hypothek kostet heute 2.5% und verursacht Zinskosten von CHF 25'000 pro Jahr oder CHF 2'083. Kreditnehmer zahlen heute doppelt so viel wie zuvor.
Wir müssen uns damit abfinden, dass das Zeitalter supergünstiger Hypotheken vorbei ist. Hypothekarnehmer tun gut daran, die Kreditkosten auf einem Zinsniveau von zwischen 2% und 3% zu budgetieren – denn auf diesem Level werden sich die Zinsen in den nächsten zehn Jahren einpendeln.
Die gute Nachricht: Wir glauben, dass Festzinshypotheken in den nächsten zwei bis drei Jahren wieder günstiger werden, weil die Inflation von heute 3% auf 1.5% zurück geht und die Nationalbank ihre Geldpolitik nicht so restriktiv gestalten kann, wie beabsichtigt. So steht das Wirtschaftswachstum auf dem Spiel. Erste Rezessionsängste sind bereits da.
Unser Tipp
Derzeit keine langlaufenden Festzinshypotheken abschliessen. Mit kurzlaufenden Festzinshypotheken oder einer Geldmarkthypothek die Zeit überteuerter Langzeithypotheken überbrücken. Hypotheken mit längeren Laufzeiten erste dann abschliessen, sobald sich Opportunitäten ergeben. Und diese kommen bestimmt!