Die US-Notenbank strafft die Geldpolitik weiter und legt sich zugleich noch nicht auf die Höhe des Zinsgipfels fest. Sie hob den geldpolitischen Schlüsselsatz am 26. Juli 2023 um einen viertel Prozentpunkt an - auf die neue Spanne von 5,25% bis 5,50%.
Der jetzt vollzogene elfte Zinsschritt nach oben könnte nach Ansicht vieler Experten zugleich der letzte sein. Die Tür für eine weitere Erhöhung bleibt aber offen. Laut Powell ist im September eine weitere Anhebung drin, wenn die Datenlage es erfordern sollte. Allerdings sei auch eine Pause denkbar.
Sinkende Energiepreise sorgten zuletzt dafür, dass die US-Teuerungsrate im Juni um einen vollen Punkt auf 3,0 Prozent zurückging - der niedrigste Wert seit mehr als zwei Jahren. Die Zentralbank strebt 2,0 Prozent an, die nun allmählich in Sichtweite kommt. Powell erklärte, es sei sehr zu begrüssen, dass die Inflation gesunken sei. Doch wolle man weitere Fortschritte in diese Richtung sehen.
Powell liess sich mit Blick auf das weitere Vorgehen jedoch nicht in die Karten schauen: "Wir müssen bereit sein, die Zinsen weiter anzuheben, wenn wir das für angemessen halten", sagte er auf der Pressekonferenz. Es sei jedoch nicht die Zeit, eine Prognose zum weiteren Kurs abzugeben.
Eine Lockerung in diesem Jahr ist für ihn aber noch kein Thema: "Ich glaube nicht, dass es dieses Jahr Senkungen gibt." Es sei zudem weiterhin wahrscheinlich, dass die Zinsserie der Fed die US-Konjunktur nicht abwürge und somit eine weiche Landung möglich sei. Die zuständige Fachabteilung der Fed prognostiziere keine US-Rezession mehr. Es sei somit realistisch, dass die Inflation zum Ziel zurückkehre, ohne dass grosse Arbeitsplatzverluste entstünden.
Quelle: cash.ch