Hohe Inflation in den USA und in der EU. In der Schweiz verhindert die Aufwertung des Schweizer Frankens eine stärkere Teuerung.
Im Januar erreichte die Inflationsrate in den USA 7.5%. Den höchsten Wert seit 40 Jahren. Mit einem Wert von 5.6% liegt die Inflationsrate in der Europäischen Union etwas tiefer, aber im Langfristvergleich ein ebenfalls rekordverdächtiger Wert.
Auch in der Schweiz sind die Verbraucherpreise angestiegen. Mit 1.6% aber viel moderater als im Vergleich mit anderen wichtigen Volkswirtschaften. Tatsache ist, dass der starke Schweizer Franken dabei hilft, die Preise in der Schweiz zu stabilisieren. Zudem fällt die Teuerung auf Importgüter, wie Energieträger und Kunststoffe, für die Schweiz weniger ins Gewicht als für andere Länder.
Die weitere Entwicklung der Inflation in der Schweiz wird stark von der Entwicklung der Wirtschaft im Europäischen Raum abhängig sein. So gehören u.a. Deutschland, Italien, Frankreich und Grossbritannien zu den wichtigsten Handelspartnern der Schweiz. Aufgrund des Krieges in der Ukraine bleibt die weitere Entwicklung schwer abzuschätzen. So könnten sich ein länger andauernder und sich expandierender Krieg und verschiedene Sanktionen folgenschwer auf die europäische und globale Wirtschaft auswirken und eine Erholung gefährden. Wir hoffen und sind guter Dinge, dass es nicht so weit kommt.
Trotzdem: Die neue, schockierende Situation wird dazu führen, dass der als sicherer Hafen geltende Schweizer Franken aufgewertet wird. Diese Aufwertung, vor allem gegenüber dem Euro, wird dazu führen, dass das Schweizer Franken-Zinsniveau stagniert oder sich gar rückläufig entwickelt.
Unser Tipp für Hypothekarnehmer
Hypothekarnehmern empfehlen wir, die weitere Entwicklung behutsam zu verfolgen. Von überstützen oder panikartigen Abschlüssen von langlaufenden Festzinshypotheken raten wir ab. Gerne überwachen wir ihre Hypothek und stellen sicher, dass Kreditnehmer im richtigen Moment die beste Hypothek abschliessen.