Höchstwerte bei Inflation, rasant gestiegene Zinssätze für Hypotheken. Jetzt noch schnell eine Festzinshypothek abschliessen, bevor die Zinsen noch höher sind? Wieso wir das nicht empfehlen.
Die Inflation und der rasante Zinsanstieg sind und bleiben im Fokus. Die Inflation in Deutschland erreicht mit 7,9% den höchsten Wert seit fast 50 Jahren. Der Ukraine-Krieg und die Sanktionen des Westens gegen Russland sorgen für steigende Preise bei Energie, Rohstoffen und Lebensmitteln. Dies lässt die Zinsen steigen und bremst die Konjunktur.
Auch die Schweiz ist davon nicht ausgeschlossen. So liegt die Inflation in der Zwischenzeit bei rund 3% und die Zinssätze am Kapitalmarkt für längere Laufzeiten sind in den letzten 6 Monaten um 2% angestiegen! Noch im Dezember 2021 konnten 10-jährige Festzinshypothek bei klar unter 1% abgeschlossen werden. In der Zwischenzeit liegt der Zinssatz für dieses Kreditprodukt bei fast 2.5%.
Die Vergangenheit zeigt, dass eine rasch und stark steigende Inflation nicht nachhaltig ist. Rezessive Tendenzen machen sich bemerkbar, weshalb wir der Meinung sind, dass sowohl die Inflation wie auch die Zinsen in den nächsten 12 bis 24 Monate sinken werden.
Unser Tipp
Immobilienbesitzern mit Hypotheken raten wir davon ab, zum jetzigen Zeitpunkt langlaufende Festzinshypotheken abzuschliessen. Entlang der Erarbeitung einer professionellen Finanzierungsstrategie bieten sich heute eine Mehrzahl von Möglichkeiten, die Zinsturbulenzen zu überbrücken und die Immobilienfinanzierung zu einem späteren Zeitpunkt bei tieferem Zinsniveau erfolgreich und nachhaltig abzusichern.
Hypothekarnehmer empfehlen wir, sich etwa 12 Monate im Voraus mit der Aufnahme oder Erneuerung von Hypotheken auseinanderzusetzen. Dabei sind eine professionelle Finanzierungsstrategie und eine agile Hypothekenverwaltung wichtiger denn je.