Die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) erhöht den Leitzins am 2. November 2022 um 75 Basispunkte auf ein Zinsband zwischen 3,75 und 4 Prozent.
Der Leitzins der USA ist damit auf dem höchsten Stand seit Januar 2008. Analysten hatten diesen Schritt überwiegend erwartet.
Dies ist die vierte Zinserhöhung um 0,75 Prozentpunkte in Folge. In diesem Jahr hat die Fed den Leitzins insgesamt bereits sechs Mal angehoben. Anfang März hatte er noch in einer Spanne von 0,0 bis 0,25 Prozent gelegen. Hintergrund der deutlichen Straffung ist die sehr hohe Inflation. Im September lag die Inflationsrate in den USA bei 8,2 Prozent. Die Fed strebt eine Rate von lediglich 2 Prozent an.
In einem Communiqué nach dem Treffen des Offenmarktausschusses der Zentralbank heisst es, «weitere Zinserhöhungen seien angemessen, um zu einer Geldpolitik zu kommen, die genug restriktiv ist, um die Inflation mit der Zeit auf 2 Prozent zu bringen.» Die Fed werde die Auswirkungen der geldpolitischen Straffung auf die wirtschaftliche Aktivität und die Inflation sowie wirtschaftliche und finanzielle Entwicklungen" berücksichtigen.
An den Märkten werden die Aussagen im Fed-Statement dahingehend interpretiert, dass eine Verlangsamung der Zinsschritte erwogen wird. Im Dezember könnte nur noch ein 50-Basispunkte-Schritt vorgenommen werden, gefolgt von kleineren Zinsschritten 2023.
Quelle: cash.ch